Montag, 15. September 2014

Cube Stereo Hybrid 120 Pro 29 – 1.000 Km (2)

Schwupps und schon hat unser Dauertest Bike Stereo Hybrid in der Variante mit 29" Laufrädern über 1000km runter, höchste Zeit also für ein weiteres Zwischenfazit.

Nach wie vor wird das Bike hauptsächlich für den Feierabendeinsatz im gröberen Gelände und hin und wieder für Fahrten durch den Wald zur Arbeit genutzt.

Seit dem letzten Review haben wir das 29“ noch mit einer RockShox Reverb Sattelstütze mit Remote nachgerüstet, ansonsten befindet sich das Bike im absoluten Werkszustand.




Bis auf das Öl für die Kette gab es bisher also nicht sehr viel zu tun. Selbst die im Vorfeld viel besprochene Streben/Ketten Problematik stellt bis jetzt bis auf einen minimalen Abrieb der Bremszug-Deckschicht keine Probleme dar. Wir haben die Strebe ganz bewusst so gelassen wie sie ab Werk ausgeliefert wurde um zu sehen ob die Sache problematisch werden könnte.

Was also tun wenn bis jetzt so rein gar nichts zu reparieren oder einzustellen ist? Man baut eine Remote Sattelstütze ein. Hier war die werksseitige Vorbereitung für die Remote extrem hilfreich.
Wir konnten so also die Leitung für die Lenkerfernbedinung ohne große Probleme durch das dafür vorgesehene Loch im unteren Bereich des Sattelrohrs verlegen. Einen gesonderten Bericht hierzu werden wir demnächst nachreichen.


Was bei unserem letzten Bericht noch etwas kurz gekommen ist, war der direkte Vergleich vom Stereo Hybrid 140 Pro 27,5“ zum Stereo Hybrid 120 Pro 29“.

Wo wir uns absolut sicher sind, beim Hybrid 140 Pro 27,5“ sitzt man eher „drin“ und beim Hybrid 120 Pro 29“ eher „drauf“. Was wir damit sagen wollen ist das das 27,5“ im gröberen Gelände etwas mehr Sicherheit vermittelt.

Zum einen liegt das sicher an der etwas anderen Geometrie, zum anderen jedoch auch am etwas breiteren Lenker des 27,5“ Hybriden. Vielleicht wäre es ja bei Cube eine Überlegung wert, ob man das Stereo Hybrid 120 Pro 29“ ebenfalls mit einem etwas breiteren Lenker ausstattet. Möglicherweise würden die Vorteile im Gelände über die Nachteile bei Touren auf ebenem Gelände überwiegen.





Wie auch immer, das kommt wohl auf den Einsatzzweck und die Vorlieben des Einzelnen an. Die Schwäche gegenüber dem 27,5“ bei engeren Kurven hatten wir ja bereits bei unserem letzten Fazit besprochen.

Kommen wir zu den 20mm weniger Federweg. Zwar kann durch die größeren Laufräder der fehlende Federweg etwas aufgefangen werden, jedoch haben wir einfach gemerkt das man irgendwann an eine Grenze stößt bei dem die 140mm einfach mehr Spaß im Gelände bereiten. Wenn man dazu den schmaleren Lenker, die etwas schmäleren Reifen hinzuaddiert kommt man zwangsläufig zum dem Schluss, dass das 29er etwas weniger Spaß im groben Gelände macht als sein etwas besser ausgestatteter Bruder. Bei sehr steilen Passagen fallen die großen Laufräder ebenfalls etwas negativ auf, da das Bike unter 5kmh nur schwerer steuerbar ist.







Aber wie das ja bei fast allem im Leben ist. Wo die eine Sache von Nachteil ist, stellt sie woanders ein Vorteil dar. Da kommen wir auch schon zu den Laufeigenschaften des 29“. Hier spielt es seine Vorteile im leichten Gelände, auf Asphalt und auf größeren Touren voll aus. Die bequemere Sitzposition und das geniale Abrollverhalten der großen Laufräder sind hier besonders hervorzuheben. Je nachdem in welchem Gelände das Bike wie häufig eingesetzt wird, kann das 29" seinem 27,5" Pendant den Rang also durchaus ablaufen.

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Das bauchige Unterrohr, welches den Akku vor Dreck und Nässe schützt hat sich als sehr praktisch erwiesen. 
Wie Ihr seht, es kommt wie immer auf den Einsatzzweck an und die Kompromisse, die man eingehen will oder kann. Es gibt nun mal doch keine Eierlegende Vollmilchsau, damit müssen wir uns ein für alle Mal abfinden.

Kommen wir zum Motor und zum Akku. Bis auf die etwas lauten Motorgeräusche, vor allem im ECO Mode, sind uns bis dato keinerlei Mängel oder Ausfälle aufgefallen. Der Akku hält nach wie vor angenehm lange, sodass auch Touren mit 40 – 80km (bzw. 1000hm) durchs Gelände keine Probleme bereiten. Auf unserer Referenzstrecke die durch teilweise sehr grobes Gelände auf unseren Hausberg den Kandel führt, waren am Gipfel noch 2 von 5 Ladebalken zu sehen. Ein sehr guter Wert, wenn man bedenkt das die Tour größtenteils auf den Stufen Tour, Sport und Turbo absolviert wurde.

Ich freue mich schon auf die nächsten 1.000km mit diesem vielseitigen und nach meinem Empfinden nahezu perfekten eFully.





Weitere Links zum Thema
- Neue Dauertest eMountainbikes von Cube - Stereo Hybrid Pro Serie



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