Mittwoch, 4. Juni 2014

Dauertest: Cube Stereo Hybrid 120 Pro 29 - 500km (1)

Die ersten 500 Kilometer mit unserem 29" Fully, dem "Stereo Cube Hybrid 120 Pro" sind absolviert, dabei wurden knapp 4000 Höhenmeter zurück gelegt. Damit ist der Einsatzbereich etwas mehr im Tourenbereich und somit auf "Strecke machen" ausgelegt. Dementsprechend konzentriert sich der Gebrauch vom gediegenen Familienausflug über ausgedehnte Touren im Flachen bis hin zum Feierabend Singletrail Ausritt.
Nun ist es Zeit für ein erstes kurzes Zwischenfazit.



Wie sich das Cube Stereo Hybrid 120 Pro in der Praxis macht?
Kurz gesagt einfach unglaublich gut! Das Bike macht einfach nur Spaß und hat alles was ein leichtes Allmountain Bike braucht. Bis zur 500km Marke wurde lediglich die Kette nachgeölt und die Schaltung nachgestellt. Keinerlei Defekte oder sonstige Auffälligkeiten. Doch nun zu den Details...

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Die größten Unterschiede zum Schwestermodell "Stereo Hybrid 140 Pro" sind allem voran die großen komfortablen 29" Laufräder sowie die 32er Fox Float Gabel mit 120mm Federweg, einem etwas schmaleren Lenker (700mm) und die Bereifung in Form von Schwalbe Nobby Nic 2.35". Im Heck gibt der Fox Float CTD Dämpfer 120mm zur freien Entfaltung des Hinterbaus frei. Damit ist das Stereo Hybrid 120 Pro eines der wenigen vollgefederten Pedelec Bikes mit 29" Laufrädern in der Saison 2014 auf dem Markt.



Für unseren bereits beschriebenen Einsatzzweck haben sich die großen Laufräder als großer Vorteil herausgestellt. Das leichtfüssige Abrollverhalten in Verbindung mit dem Bosch Performance System macht das Bike zum perfekten Arbeitstier, wenn auch mal etwas Strecke gemacht werden soll.
Da ist die Stufe Eco, mit 50% Unterstützung zur Eigenleistung, hin und wieder schon fast zuviel des Guten und man geht dazu über, die elektrische Antriebshilfe einfach komplett auszuschalten. Wir würden sagen, das spricht schon einmal für das sehr gute Rollverhalten auf ebenem Gelände. Da macht sogar der Weg zur Arbeit Spaß, ganz zu Schweigen vom Weg Abends zurück durch den Wald nach Hause! 


Bei Touren ins gröbere Gelände zeigt das Hybrid 120 Pro, dass es sich hier keinesfalls um ein Kompromissbike handelt sondern um ein ausgewachsenes Allmountain Fully mit einer unglaublich ausgewogenen tourenorientierten Geometrie. Die großen Laufräder wirken sich hier positiv auf die Federelemente aus, womit die 120mm Federweg in Front und Heck für Touren durch gröberes Singeltrail Gelände völlig ausreichen. Die Agilität leidet durch die großen Laufräder nur gering. So ist der schnelle Richtungswechsel in engen Trailabschnitten mit etwas mehr Trägheit verbunden. Im direkten Vergleich zeigt sich hier der Nachteil zur 27,5"Ausführung (Stereo Hybrid 140 PRO). Aber wie so vieles im Leben hat alles seine Vor- und Nachteile. In diesem Fall müssen wir erkennen, dass die Vorteile für den beschriebenen Einsatzbereich überwiegen und wir auf keinen Fall auf die großen, auf Komfort ausgerichteten Laufräder verzichten wollen.



Man spürt aber auch, dass sich das Cube Stereo Hybrid 120 Pro im steilen, bergigen Gelände richtig wohl fühlt. Dazu trägt natürlich nicht nur die Geometrie bei, sondern auch der neue Bosch Performance Motor welcher an der Tretkurbel mit einem 15er Kettenblatt bestückt ist. Da sich das 15er Kettenblatt 2,5x schneller als die eigene Trittfrequenz umdreht, ist es mit einem 38er Blatt im klassischen Sinn vergleichbar. In Verbindung mit dem PowerPack 400 Akku kann es bergauf daher nur ein Motto geben "jetzt wird's dreckig"!
Die Motorleistung wurde gegenüber dem Vorgängermodell deutlich stärker und beträgt bis zu 400Watt bei max. 60Nm.

Was uns hier bei den Touren allerdings immer wieder etwas negativ aufgefallen ist, sind die etwas längeren Pausen des Motors bei Schaltvorgängen und das schon teilweise extrem laute Surren im Eco Modus. Diese Unterstützungspausen sollen Material wie Kette und Kassette schonen und finden beim Schalten in leichtere Gänge, also auf größere Ritzel der Kassette, statt. In höheren Unterstützungsmodi lässt das laute Surren wieder etwas nach. Ich denke bei der Akustik des neuen Bosch Performance Motors gibt es noch Verbesserungspotential.  
Von der Kraft und Ausdauer des Motors können wir jedoch nur Positives berichten. Hier hat man den Eindruck, dass es teilweise schon fast zuviel statt zu wenig ist. Eine Zwischenstufe zwischen Off und Eco wäre hin und wieder wünschenswert. Aber das sollte spätestens mit der Einführung von Bosch Nyon zu gestalten sein.


Wir sind sehr gespannt wie sich das Bike auf den nächsten paar hundert Kilometern macht und werden weiter davon berichten. Für den Preis von 3599,00€ ein absolut wertiges Pedelec Bike!

Weiterführende Links zum Thema:
- Bergauf mit dem Cube Stereo Hybrid 140 PRO


Kommentare:

  1. Kann nur voll zustimmen, habe das bike ebenfalls 500km und bin begeistert...

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  2. Kann dem nur bedingt zustimmen.

    Ich fahre seit ca. 3Jahren E-MTB. Diese Saison bereits 400Km mit meinem Stereo Hybrid 120 Pro 29 und 200Km mit dem Stereo Hybrid 140 Pro 27.5".
    Meine Meinung zum Stereo Hybrid 120 Pro 29:
    Ein Tourenbike dass gelegentliche Ausritte auf Singletrails durchaus verkraften kann. Die Bereifung stellt einen Kompromiss dar wie das ganze Bike. Wer mehr Trails fahren will, muss sie wechseln. Die Turbo-Stufe ist zu stark ausgelegt. Das macht zwar Spass, geht aber enorm zu Lasten des Akkus. Wer eh nicht viel Unterstützung benötigt oder nutzen will und kaum Singletrails fährt, kann ja auch zum wesentlich günstigeren Stereo Hybrid 120 29 greifen. Dass eine gewisse Leichtigkeit und Agilität im Gelände fehlen würde war abzusehen. Dafür walzen die 29"-er fast alles platt. Die 32-er FOX Gabel ist mit einer 203-er SLX ICE-Tech schon sehr stark gefordert, um nicht zu sagen an ihre Grenzen gelangt. Auch der Rahmen könnte etwas mehr Steifigkeit vertragen. Gerade in engen Kehren und Trails führen die Verwindungen zu unsicherem Fahrgefühl. Weitere Erfahrungen mit meinem Stereo Hybrid 120 Pro 29 könnt Ihr in den Bereichten vom 20.04 und 06.05 nachlesen.

    Meine Erfahrungen mit dem Stereo Hybrid 140 Pro:
    Wenn es ein AM E-MTB gibt, dann dieses (abgesehen vom Stereo Hybrid 140 SL 27.5, dass in einer anderen Preisklasse liegt).
    Auf befestigten Wegen/Strassen erwiesen sich die Schwalbe Hans Dampf etwas als "Bremser". Dafür sind diese im Gelände einfach super. Wo ich mit dem 29-er manchmal Bedenken hatte, bin ich mit dem 140 Pro einfach durchgefegt. Der wesentlich längere Federweg an der 34-er FOX, die Leichtigkeit und Agilität dieses AM vermitteln so viel Sicherheit und das Gefühl von "Reserve zu haben," dass es einfach nur Spass macht Trails zu rocken. Leider musste ich das Bike nach knapp 200 Km wieder zurück geben.

    Fazit:
    Hätte ich nochmals die Wahl, würde ich mich für das Stereo Hybrid 140 Pro entscheiden. Bis auf den "Nachteil" der 27.5-er Bereifung ist das Stereo Hybrid 140 Pro ein echtes All Mountain, im Gegensatz zum Stereo Hybrid 120 Pro 29, welches für mich eben ein Tourenfully, welches auch mal einen Trail mit macht.

    Allen eine gute Saison 2014 und viel Spass - Reini

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    1. Hallo Reini,

      vielen Dank für die Rückmeldung und den ausführlichen Erfahrungsbericht.
      Es freut uns immer von den aktiven Lesern und deren Beobachtungen zu lesen.
      Dies ist sicherlich auch eine Bereicherung für noch unerfahrene oder gar potenzielle Pedelec Biker.

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