Mittwoch, 31. Mai 2017

Mit dem Specialized Turbo Levo über 1000 Höhenmeter

Wie bereits aus der Fotostrecke zum Specialized Turbo Levo FSR Comp CE 6 Fattie bekannt, haben wir dieses Bike aktuell im Fuhrpark und fahren es entsprechend intensiv.
In der Vergangenheit bekamen wir immer wieder Zuschriften, mit der Bitte, dieses Bike doch einmal über unsere 1000 Höhenmeter auf den Kandel im Südschwarzwald zu fahren.
Nun, dies haben wir in den vergangenen Tagen gemacht und den Verlauf als Video dokumentiert. Hier also die Fahrt über 1000Hm mit dem Turbo Levo FSR...



2015 und 2016 hatten wir über neun Monate einen längeren Vergleich zwischen den drei weit verbreiteten Antriebssystemen von Bosch, Brose und Yamaha laufen. Hierbei konnten wir unter vielerlei Bedingungen reichlich Erfahrungen sammeln, welche allesamt in der Artikelserie "Bosch - Brose - Yamaha im direkten Vergleich" dokumentiert sind.

Da das Turbo Levo ebenfalls mit einem Brose Antrieb ausgestattet ist, war nun für viele Leser und uns die Frage ob dieser Antrieb bei extremer Beanspruchung weiterhin die bereits bekannten Symptome einer großen Wärmeentwicklung und folglich daraus resultierender Reduzierung der Motorleistung zeigt. Schließlich kümmert man sich bei Specialized mit einer eigens angepassten Software sowie einer dazugehörigen Smartphone Applikation selbst um die Ansteuerung des Antriebs.



Tatsächlich war es bei unserer Versuchsfahrt über die knapp 1000 Höhenmeter so, dass das auffällige Verhalten wie wir es seiner Zeit mit einem anderen Brose Bike hatten mit der Specialized Software weitaus weniger in Erscheinung tritt.
Dennoch stieg die Motortemperatur auf bis zu 86°C, womit sich nach etwa 600Hm, subjektiv wahrgenommen, eine spürbare reduzierte Leistung einstellte. Wie sich das ganze in der Praxis zeigt, könnt ihr in diesem Video sehen.


Video



GPX Daten zur Fahrt


Streckenlänge: 11,8km / Fahrzeit etwa 46 min. / Durchschnitt 15 km/h



Fazit:
Alles in allem wird bei Specialized Turbo Levo deutlich, dass der Motor bei längerer extremer Beanspruchung auch hier sehr warm werden kann. Jedoch ist die Software so gestaltet, dass die Leistung langsam und dynamisch zurückgefahren wird. Damit wird der Leistungsrückgang deutlich weniger wahrnehmbar bzw. wird weniger stark zurückgefahren als sonst von anderen Brose Bikes bekannt.
Des Weiteren fehlt es dem Brose, im Vergleich zu den anderen auf dem Markt verfügbaren, gängigen Antriebssystemen, einfach etwas an maximaler Leistung. Dies wird dann in der zurückgelegten Zeit von etwa 46 Minuten für diese Strecke deutlich.
Alles in allem aber funktioniert der Brose Mittelmotor zusammen mit der Specialized Software nach unserer bisherigen Erfahrung am besten. Zudem bietet der Antrieb einige Charakterstärken welche sich abseits dieses extremen Einsatzbeispiels deutlich positiv bemerkbar machen. Hierzu dann aber in einem weiteren Artikel, zum abschließenden Gesamteindruck des Turbo Levo FSR Comp CE 6Fattie, mehr.

Die Fahrt fand mit der Batterie Firmware 2.22 / Motorfirmware 4.0 statt.

Weitere Links zum Thema:
- Fotostrecke - Specialized Turbo Levo FSR Comp CE 6Fattie


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