Mittwoch, 22. Juni 2016

Vorschau auf die Produktlinie 2017 - Bosch eBike Systems

Und auch dieses Jahr sind wir zu Gast bei Bosch eBike Systems in Reutlingen um euch zeitnah die neuen Produkte der kommenden Saison vom schwäbischen Weltkonzern vorzustellen.
Wie bereits im vergangenen Jahr, werden wir heute hier im Laufe des Vormittags diesen Artikel direkt mit den aktuellen Neuigkeiten füttern.
Die Spatzen pfeifen es bereits länger von den Dächern - es wird wohl eine neue schlanke Bedieneinheit zu sehen sein welche das Intuvia ersetzen könnte.....

Update: 12.00Uhr - Los geht´s!



Live Blog aus Reutlingen....


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Antriebe:
Hier bleibt zunächst alles beim alten. D.h. auch 2017 wird es drei Antriebe, bestehend aus Active Line, Performance Line und Performance Line CX geben.

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Displays:
Das Purion Display wird 2017 als abgespeckte Version des Intuvia kommen. Hier wird das Gehäuse deutlich kleiner werden, so dass es direkt am Lenker montiert wird. Weitere Details und Fotos folgen.

Purion Bedienelement

Daneben bleiben Intuvia wie bisher als Standard Modell für Active und Performance Line erhalten.
Ebenso Nyon, optional, wird weiter fester Bestandteil der Display Einheiten bleiben. Nyon wird weiter 2x im Jahr ein Update erfahren und entsprechend weiterentwickelt.

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Akku:
Hier neu die DualBattery Option für die Active und Performance Line.
Hierbei werden zwei PowerPacks mittels Y-Kabel miteinander verbunden und über eine intelligente Steuerungssoftware gleichzeigt entladen, bzw. geladen. Daraus ergibt sich die doppelte Akkukapazität.
Schwerpunkt dieser Entwicklung ist die Anwendung bei Lastenräder und Tourenbikes.

Dual Battery im Praxisbeispiel an einem Lastenrad

Y-Kabel zur Verbindung der beiden Akkus ist Teil des DualBattery Konzept.
Daneben spielt die Software für das Energiemanagement eine entscheidende Rolle 


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Ladegerät:
Neben dem klassischen Schnelllader und dem 12V Modell wird es einen kleineren Lader für unterwegs geben. Dieser wird kleiner sein als das klassische Modell und etwa 200gr. weniger wiegen. Die Ladedauer für eine Vollladung eines 500Wh Powerpack wird mit 7,5h angegeben.

Claus Fleischer (Leitung - Produktbereich Bosch eBike Systems) mit klassischem Lader (re. Hand) und dem neuen kleineren Modell (li. Hand)

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eBike-Connect Web Portal
Wird aktuell komplett überarbeitet und soll etwa Anfang August September online gehen. Neu hierbei ist die Möglichkeit des Strecken export in Form von gpx Dateien. Damit können nun auch aufgezeichnete gefahrene Strecken geteilt oder neu abgefahren werden.
Zudem sollen die erfassten Fahrdaten, wie sie bereits auf Nyon abzulesen sind, im online Portal verstärkt zur Geltung kommen.
Nebenbei sei noch zu erwähnen, dass das Design aufgefrischt wurde.




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Licht:
Hier wird in Zukunft neben der 6Volt Spannung auch 12Volt zur Verfügung stehen.

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eMountainbike Ethik
In diesem Zusammenhang wird deutlich gemacht, dass Tuningmaßnahmen zur Aufhebung der gesetzlich bestimmten 25km/h Grenze an einem Pedelec nichts verloren haben. Diesen Appel unterstützen wir voll - wir haben dazu bereits in mehreren Artikel auf die Gefahren und Gesetzgebung hingewiesen.

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Soviel in Kürze - Fotos und Videos folgen später.


Über die Kommentarfunktion können Rückfragen gestellt werden, ich werde diese dann zeitnah beantworten.

Kommentare:

  1. Wann kommen Preissenkungen fur Batterien? 1500€ pro kWh ist fast zehn mal der laufender Industrie-preis von lithium Akku...

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    1. Allein die Zelle ist für den Gesamtpreis nicht ausschlaggebend. Soweit mir aktuell bekannt, sind Preissenkungen nicht vorgesehen.

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  2. Und was fehlt? Na? Eben! Nyon für Classic-Motoren. Bosch soll mir nicht erzählen, dass das nicht geht. Mit Sicherheit geht das technisch. Evtl. nicht im vollen Funktionsumfang wie bei Active oder Performance, aber ich will doch nur das Navi und die Unterstützungsstufen durchschalten. So schwer kann das doch nicht sein. Ich kaufe mir kein neues Rad nur wegen Nyon, für letzteres würde ich schon ein wenig Geld locker machen, weil es mir das wert ist.

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  3. Wird die DualBattery Option auch für die 2014-2016 Bosch Antriebe per Softwareupdate möglich sein?

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    1. Aktuell ist diese Entwicklung nur an neuen Bikes geplant - also primär für Fahrradhersteller bestimmt. Aber mal sehen wie diese damit umgehen.

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  4. Zum Thema MTB Ethik und Tuning: Laut aktueller Umfrage von 200 MTB Pedelec Fahrern (Bosch, Yamaha, Brose), die ein Tuningmodul verbaut haben, würden 43% ein S-Pedelec kaufen, wenn dies im Sortiment der Hersteller wäre. In anderen Worten: Wenn es die hier so oft gelobten Cube Stereo Hybrid Räder (MTB mit CX Motor) in einer S-Pedelec Variante gäbe, würde fast jeder zweite Radler das S-Pedelec kaufen und dem Tuning Modul vorziehen. Ich finde diesen Wert insofern beachtlich, weil der Betrieb eines S-Pedelecs durchaus auch Einschränkungen mit sich bringt, bspw. darf man nicht auf den öffentlichen Fahrradwegen fahren, keinen Kinderanhänger ziehen, muss Rückspiegel und Ständer montieren etc.

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    1. Hast du zu der Umfrage eine Quelle? Würde mich interessieren in welchem Zusammenhang die Umfrage gemacht wurde.

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    2. ... die Umfrage wurde über eine zweistufige Aftersales Aktion der am häufigsten verkauften Tuningmodule für --> MTB erstellt. Den Auftraggeber dürfen wir nicht nennen, allerdings darf ich auf ein paar Werte eingehen:

      Nach Identifikation der Zielgruppe - keine Differenzierung zwischen Fully und Hardtail - konnten knapp 600 MTB Fahrer kontaktiert werden (63% Bosch, 21% Yamaha, 16% Brose). Der Rücklauf lag bei 31%, d.h jeder Dritte Biker hat auf die Anfrage / Umfrage reagiert - ein absolut signifikanter Wert. Bei anderen Erhebungen wäre man glücklich, wenn man auf eine Rücklaufquote von 5% kommen würde. In Relation ist trotz Bereinigung der Ergebnisse der Bedarf bei Bosch Motoren mehr als doppelt so hoch wie bei den Herstellern Yamaha und Brose. Interessant ist, dass sich in etwa knapp die Hälfte der Befürworter eines MTB Speed Pedelecs vorstellen können auf einen anderen Antrieb zu wechseln, wenn es eine entsprechende Option gäbe. Einzige Ausnahme: Dieser Wert gilt nicht für Bosch Nyon Kunden. Bosch scheint mit dem Nyon bereits eine derart große Fangemende / Kundenbindung zu haben, dass ein Umstieg auf ein Yamaha oder Brose Antrieb aufgrund der verbauten Displays nicht in Frage kommen würde, selbst wenn diese Motoren als S-Pedelec im MTB Sektor anbieten würden. Eine weitere Erkenntnis der Umfrage ist, dass die Traktion und das Drehmoment am Berg (absolute Steigfähigkeit) bei mehr als 90% der MTB Pedelec Fahrer (Befürworter eines MTB S-Pedelecs)eine höhere Priorität hat als die Geschwindigkeit. In anderen Worten: Wenn der klassische CX Motor bis 45 km/h unterstützen würde, aber der Biker am Berg Einbußen bei der Steigfähigkeit hinnehmen muss, würde nur noch 1 von 10 den Kauf eines MTB-S Pedelecs in Erwägung ziehen. Man kann daraus die Erkenntnis gewinnen, dass eine legale Regelung in Form eines S-Pedelecs (MTB) nur dann zu einem größeren Markanteil führt, wenn im Gelände keine Kompromisse gemacht werden müssen. Demnach würde der Hersteller Bosch am meisten profitieren, wenn der Motor die gesamte Bandbreite abdecken könnte oder man bei einem CX Motor zwei "Profile" schalten könnte.

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    3. naja ein Speed MTB geht dennoch am Thema vorbei da es wohl Gesetzlich wohl nicht erlaubt sein dürfte, sich mit einem Gefährt das 50kmh schnell ist, auf Single Trails zu bewegen.

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    4. ... offensichtlich geht es ja um die Zielgruppe, die ohnehin mit einem Tuning Modul im MTB unterwegs ist. Rein physikalisch sind 50 km/h mit dem 250 Watt Bosch Motor auf der Ebene sowieso nicht drin. Um 50 km/h fahren zu wollen, benötigt man bei einem Systemgewicht von 100 kg (Fahrer 75 kg + eMTB 25 kg)ca. 800 Watt, d.h. der Radler müsste 550 Watt auf die Pedale bringen. Das ist allenfalls bei einem kurzen Sprint bei max. Power möglich.
      Ich habe ebenfalls schon viele Diskussionen in unterschiedlichen Foren verfolgt und denke, das der eMTB Fahrer gar nicht den Anspruch hat 45 km/h zu fahren. Ich denke, es würde völlig ausreichen, wenn der Motor bei 25 km/h nicht abgeriegelt wird. Nichts anderes macht das Tuning Modul mit dem Ergebnis, dass der normale Fahrer in der Praxis mit einem 250 Watt Motor und entsprechendem Pedalieren auf der Ebene 30 - 35 km/h fährt. Kommt eine Steigung dazu, ist der Effekt des Tuning Moduls vernachlässigbar. Das könnt ihr auch mit einem Leistungsrechner unter folgendem Link überprüfen.

      http://www.elektro-fahrrad.at/service/beratung/leistungsrechner/

      Eine weitere Nische wäre auch ein "MTB S-Pedelec", welches garnicht mit dem üblichen 350 oder gar 500 Watt Motor ausgestattet ist, sondern die üblichen 250 Watt verbaut hat. Da bleibt die Geschwindigkeit und der Stromverbrauch noch im einigermaßen grünen Bereich. Wenn Bosch mehr Motoren verkaufen will und die Bikehersteller mehr Räder verkaufen wollen, müssen Sie sich mit der Segmentierung im MTB Sektor auseinandersetzen und diese Nischen besetzen.

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    5. Leute, ich hätte auch gerne ein MTB S-Pedelec mit wenigstens 350 Watt ... Ein Traum, wenn man zwischen einem Trail Profil (zunehmende Steigungsfähigkeit bei abnehmender Geschwindigkeit) und einem Tour Profil (zunehmende Geschwindigkeit bei abnehmender Steigung) umschalten könnte. ABER, die Sachlage sieht anders aus:

      Die o.g. Umfragen sind interessant, jedoch solange nicht von Bedeutung, wie der Gesetzgeber an der aktuellen Regelung bei der Definition von Pedelecs festhält. Die Hersteller würden sofort die Nischen besetzen, wenn es dafür eine Rechtsgrundlage gäbe. Fakt ist aber, dass für ein "MTB S-Pedelec" nicht nur die Radwege tabu sind, sondern auch Wald- und Forstwege nicht befahren werden dürfen. Die Wald- und Forstgesetze der deutschen Bundesländer erlauben im Rahmen des Betretungsrechtes zwar das Radfahren im Wald. Wenn man darunter nach allgemeinem Sprachgebrauch das Fahren mit dem Fahrrad versteht, ist auf Waldwegen auch das Fahren mit einem Pedelec erlaubt, nicht jedoch mit einem S-Pedelec oder E-Bike. Dafür spricht die Regel, dass Ausnahmen eng auszulegen sind, und dass S-Pedelecs und E-Bikes Kraftfahrzeuge sind - auch als Leichtmofa (E-Bike; S-Pedelec wird seit 2012 nicht mehr als Leichtmofa eingestuft) und auch im reinen Pedalbetrieb.

      Fazit:
      Mehr als 250 Watt und schneller als 25 km/h wäre zwar mit einem S-Pedelec möglich, bringt dem MTB-Fahrer jedoch nichts, weil er auf verbotenen Wegen gleichermaßen mit versicherungs- und eventuell ordnungs- und strafrechtlichen Folgen rechnen muss. Das ist der einzige Grund, warum Cube und andere Hersteller aktuell kein MTB S-Pedelec anbieten.

      Unter folgendem Link könnt ihr den Sachverhalt nochmals nachlesen.
      https://www.adfc-nrw.de/kreisverbaende/kv-bielefeld/technik/elektrofahrraeder.html

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    6. Der letzte Satz muss anders lauten:
      Wenn Bosch mehr Motoren verkaufen will und die Bikehersteller mehr Räder verkaufen wollen, müssen Sie erst einmal die Gesetzgebung ändern. Da liegt im Moment das Problem!

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    7. Das Gesetz wird nicht geändert werden, höchstens zur Eindämmung der Pedelecs auf kleinen Wald- und Forstwegen. Es wird nicht passieren das S-Pedelecs mit Nummernschildern legal im Wald rumfahren! Da können sie Umfragen machen wie sie wollen.

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  5. über PURION, jede Idee des Preises?

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    1. Preis wird zur Eurobike bekannt gegeben.

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  6. Also nichts Neues, was braucbar wäre,
    und überhaupt nichts beim GPS !

    Ich habe seit langem geahnt,
    daß für diesen Sommer nichts kommt,
    und deswegen fahre ich wieder zum Nordkapp
    mit einem Muskel-Vélo, nämlich dem Kagu HD.

    Eine nicht überzeugende Erfahrung mit dem S-Pedelec als Reiserad genügt.

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