Dienstag, 1. September 2015

Eurobike 2015 - Rotwild R.X+ FS 27,5 - erstes Plus Bike von Rotwild

Auch Rotwild beglückt uns 2016 mit einem Plus Bike im All Mountain Bereich.

Wir haben auf der Eurobike die Möglichkeit wahrgenommen das Bike probezufahren.

Die ersten Eindrücke waren durchaus positiv. Auch hier fuhr sich das Plus-Bike auf Anhieb deutlich angenehmer als die Schmalspurvariante.
Während Bulls 2016 das Akku-Konzept mit fest verbautem Akku glücklicherweise über Bord geworfen hat, hält Rotwild hier weiterhin an dem nicht praxistauglichen Konzept des permanent integrierten Einbaus fest. Wer also nicht mit einem Eigenheim mit beheizter und bestromter Fahrradgarage gesegnet ist, sondern zum Laden das Bike bestenfalls in den Keller schleppen muss oder auf einer Berghütte nicht mal eben den Akku separat nachladen kann der ist hier leider nicht Zielgruppe des Bikes.

Wenn man über diesen Nachteil des Bikes hinwegsieht, hat man es mit einem agilen Plus Bike mit sehr sinnvoller Ausstattung und gutem Antrieb zu tun.

Top Federelemente und  ein ausgewogenes Fahrwerk machen die Fortbewegung auf dem R.X+ zum Vergnügen. Der Motor ist im Vergleich zum Bosch Performance CX 2016 zwar deutlich leiser, kann aber in Sachen Beschleunigung und Drehmoment leider nicht mithalten. Auch den häufig beschworenen "Segeleffekt" über 27 km/h konnten wir auf mehreren Testfahrten nicht feststellen, das Bike war im Gegensatz zu Bosch und Yamaha deutlich schlechter über die Abregelgrenze zu bewegen. An der Abregelgrenze trat zudem eine leicht wellenförmige Beschleunigung auf. Dies trat alles in gleicher Weise auch auch an den normalen Brose Modellen auf.

Besonders positiv ist die sehr gute Verarbeitung zu erwähnen (keine Knack- oder Knarzgeräusche), eine  sehr gute Balance und eine stimmige Ausstattung.

Anbei die Facts von der Rotwild Homepage:


  • IPU – Integrierte Power Unit mit ROTWILD Power Pack 518 Wh und Brose Power Engine by ADP ENGINEERING
  • Carbon-Unterrohr mit integriertem Akku als tragendes Bauteil
  • Aluminium 6066 T6 – Hydroforming AM Tubeshape by ADP ENGINEERING
  • XCS – ALL MOUNTAIN Federungssystem // Federweg 145mm
  • ROTWILD MHS I – Semi-Integrierter Modularer Steuersatz 1.5“ Tapered / Option Winkeleinstellung: +/- 1.5°
  • ISIS II Achsstandard
  • Extended Inner Race Kugellager – EIR / Vollkugellager mit axialer Abstützung
  • Bremsaufnahme Postmount 180mm
  • Austauschbare Ausfallendeneinsätze MDI III mit horizontaler Achsverstellung + 12.5 mm
  • Boost 148 Achssystem mit 12mm TAS-Steckachse
  • Reifenfreiheit bis 27.5x3.0 (27+)
  • ICR – Integrated Cable Routing
  • Option E-13 Chain Guide Adapter




Sowie die Geodaten

GRÖSSESMLXL
ASATTELROHRLÄNGE(mm)435440475510
BOBERROHRLÄNGE(mm)590595610635
CSTEUERROHRLÄNGE(mm)110 [+10]110 [+10]120 [+10]130 [+10]
DHINTERBAULÄNGE(mm)445 / 457,5
ETRETLAGER(mm)337,5
  
FSTEUERROHRWINKEL( ° )67,067,067,067,0
GSITZROHRWINKEL( ° )73,0
HRADSTAND(mm)1.1571.1631.1941.223
ISTANDOVER(mm)746751612773
  
JREACH(mm)417423450475
KSTACK(mm)600600610619

Quelle : Rotwild



Preise und Ausstattungsdetails kann ich an dieser Stelle noch keine nennen, denn Rotwild hat auf der Homepage aktuell noch 27,5x 2,4 Conti Reifen aufgeführt.. Auch die Felgen sind noch keine Plus!

Ob Rotwild beim Brose das bisherige thermische Problem am Berg (herunterregeln ähnlich Nabenmotoren) 2016 abgestellt hat kann nur ein entsprechender Fahrtest in alpinem Gelände abschließend klären.

Fazit:
Mit dem R.X+ hat Rotwild ein sehr interessantes Plusbike für 2016 auf die Räder gestellt.

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