Dienstag, 26. Mai 2015

Cube Reaction Hybrid HPA PRO 29 - Crossover Utility Vehicle

Die vielseitige Anwendung des günstigsten Cube Reaction Hybrid Modell zieht weitere Kreise - aktuell geht die Individualisierung unter Berücksichtigung, auf den bereits in einem früheren Artikel erwähnten großen Einsatzzweck, weiter. So fanden jüngst die größten Veränderungen statt und aktuell erinnert es weniger an ein eMountainbike. Jedoch zeigt sich auch hier, dass die Wurzeln in einer soliden Grundkonstruktion liegen.

Wir beschreiben in diesem Beitrag detailliert die weiteren Umbaumaßnahmen und erklären wie diese Zustande kamen.



Die Grundprinzipien bei der Modifikation des Cube Reaction Hybrid HPA PRO 29 lauten Flexibilität und überschaubare Kosten. Das Ergebnis ist ein unglaublich vielseitiges Bike zum kleinen Preis.
Hier zunächst eine Auflistung der verbauten Komponenten und den daraus entstanden Kosten.

Bike: Cube Reaction Hybrid HPA PRO 29 - 1999,00€
Reifen: Schwalbe Super Moto 29 x 2,35 - 69,80€ (34,90 pro Reifen)
Schutzbleche: SKS Bluemels B65, 28" Variante - 22,50€
Schtzblechhalter Gabel: Cat EyeBefestigungsschelle - 3,90€ (1,95€ je Schelle)
Sattel: BrooksB17 Standard Sattel - 69,95€
Sattelstützenträger: XLC RP-R06 - 24,95€
Seitenständer: Herbie Hinterbauständer 672 - 15,95€

Macht zusammen aktuell knapp 2200,00€ für einen flotten Tourer und Mountainbike mit Elektromotor.

Zugegeben, einige Anbauteile wie die Beleuchtung (35€) , Abus Bordo Light Schloss (60€), Ortlieb Back Roller Satteltasche (Set 80€) waren bereits seit einiger Zeit im Bestand. Da diese aber nicht wesentlicher Bestandteil des Umbau sind werden diese gesondert aufgelistet.

Um das Bike wieder in seinen Ursprung zurück zu versetzten ist eine Umbauzeit von etwa 1h nötig. Hierbei ist der größte Aufwand die Umrüstung der Reifen. Da die Schutzbleche bereits vormontiert sind müssen nur wenige Schrauben gelöst werden um das eBike zurück in ein rassiges Geländefahrzeug zu verwandeln.


























Auch als Langstreckentourer auf dem Weg zur Arbeit (32km) sehr sportlich zu fahren. Passend dazu die sportliche Optik bestehend aus eng anliegenden Schutzblechen und voluminösen sowie leicht laufenden SuperMoto Reifen in der Größe 29".

Sattelfläche und Lenker bilden eine Ebene - Dies ergibt eine sportliche aber nicht zu anstrengende Körperhaltung auf dem Bike.
Der Sattelstützeträger ist recht robust und bis 10kg belastbar. Auch mit nur einer Satteltasche bleibt dieser stabil ohne zu wackeln oder gar zu verrutschen. 

Die Montage der SKS Bluemels B65 Schutzbleche ist relativ einfach 
Von CatEye gibt es ein Vielzahl unterschiedlich großer Befestigungsschellen. Diese sind eigentlich dazu gedacht, Beleuchtungselemente am Rad zu fixieren. Die größten Befestigungsschellen (Typ8 34,5mm - 37,5mm) eignen sich aber auch hervorragend um das vordere Schutzblech an einer Federgabel zu fixieren.
Lediglich die Streben welche das Schutzblech mit der Gabel verbinden müssen etwas gekürzt werden.

Praktisch, dass die Suntour Gabel in der Gabelbrücke bereits ein Gewinde besitzt. Damit wird die Montage des oberen Befestigungspunkt des Schutzblech eine einfache Angelegenheit.

 

Die 28" Version des Schutzblechs passt perfekt an die dicken 29" Super Moto Schlappen von Schwalbe.
Version B65 beschreibt die Breite und ist mit 65mm geeignet für Reifen von 2,15 - 2,35".

Hinten ist die Montage ganz im klassischen Sinn. 
Lediglich an der unteren Aufnahme mussten wir etwas improvisieren. So wurden von der linken unteren Stirnseite aus gesehen zwei seitliche Aussparungen aus dem Fender geschnitten. Damit bleibt ein kleiner Steg mit einer Bohrung (bereits vorhanden). Diesen kann man nun einfach zwischen die beiden hinteren Achsschenkel schieben. Die Schraube zur Befestigung der Leitungen wird durch eine längere ersetzt, so dass das Schutzblech mit fest geschraubt werden kann. Auch hier wieder sehr praktisch, dass sich an dieser Stelle eine Gewindebohrung befindet. Am Steg zwischen den Sitzstreben ebenfalls bereits ein Gewinde. 

Wer genau hinsieht, kann die die Schraube am inneren unteren Ende erkennen. Diese führt in das Gewinde im Bosch Motor-Normteil.

Das original 15er Kettenblatt auf der Kurbelwelle wurde für Langstreckenfahrten in der Ebene durch ein 17er ersetzt. So werden die Ritzel auf der Kassette besser genutzt und der Verschleiß konzentriert sich nicht nur auf das kleinste 12er Zahnrad auf der Kassette.

Bei Nutzung als Mountainbike empfiehlt sich allerdings klar das 15er Blatt um auch Bergauf eine effiziente Trittfrequenz zu erreichen.

























Das hintere Schutzblech liegt sauber und gleichmäßig am 29" Reifen an. Eine Feinjustierung ist über die Strebenfixierung möglich. Vorne wie hinten sitzen die SKS Bluemels sehr straff und schlagen auch bei vernachlässigten Strassen nicht an die Reifen.
Achja, übrigens schützen die Teile auch hervorragend gegen aufspritzendes Wasser.

Hier schön die Lauf- und Kontaktfläche der dicken Super Moto Reifen zu sehen. Super Laufeigenschaften, hervorragender Grip sowie hoher Fahrkomfort sind die wesentliche Merkmale dieses Schwalbe Gummis. 

 Zeitlos klassische - Brooks B17 Ledersattel. Dieser hat sich bereits auf unserem Dauertestbike Scott E-Venture 30 über mehr als 5000km bewährt. Muss also auch auf das Reaction in der Tourenvariante.

























Auf dem Nachhauseweg noch schnell auf dem Wochenmarkt vorbei - Einkäufe sind Dank des Heckträgers kein Problem. Vollgeladen bleiben die Fahreigenschaften Dank der 29" Laufräder und des robuste Rahmen sicher uns stabil. Mit dem starken Bosch Performance Mittelmotor geht es schnell voran.
Es bestätigt sich - viel Bike für wenig Geld! 
Wenn man bedenkt, wie vielseitig dieses Bike genutzt wird ist Pedelec fahren nicht teuer.
Schließlich verbindet es Ebike, Mountainbike und Autoersatz in einem Fahrzeug.


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Kommentare:

  1. Perfektes Rad für den Pendler-Alltag mit Ab-Wegen:-) Top gemacht...Würden die original Reifen auch unter die Schutzbleche passen? Von der Optik sind die Straßenreifen natürlich besser... Da stellt sich die Frage: Wieso gibt es sowas eigentlich nicht bereits zu fertig zu kaufen?

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    1. Mit der Cube SUV Serie gibt es schon Bikes welche in diese Richtung gehen, mit automatischen integrierten Schaltsystemen und wartungsfreiem Riemenantrieb aber etwas mehr auf den Einsatz im urbanen Bereich ausgelegt.

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  2. Stealth-Bomber1. Juni 2015 um 23:33

    17er-Ritzel beim 29er, *augenzwinker*, paß auf die “Schlümpfe“ auf ��

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    1. Da am Reaction Hybrid PRO nur eine 9-fach Kassette verbaut ist bei welcher das letzte Ritzel 12 Zähne hat macht das 17er Kettenblatt auf Strecke schon Sinn. So muss bei 25km/h nicht ständig auf dem kleinsten 12er Ritzel gefahren werden.
      Darüber hinaus empfehle ich für Strecke ein Kettenblatt zwischen 18 und 20 auf der Kurbelwelle am Bosch Performance Motor.

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  3. Hallo, ich möchte mir genau dieses Rad als 2016 Modell zulegen. Leider sind auf der Schwalbe Homepage die 29 Super Moto Reifen nicht mehr gelistet. Es gibt den Reifen nur noch als 27,5 Zoll Version. Gibt es eine gute Alternative?

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  4. Unter der Google-Suche "super moto 29" findet man aktuell noch Shops, welche den 29er Reifen im Sortiment haben.

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  5. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  6. habe jetzt den gleichen Umbau gemacht. Die Supermotoreifen gab es noch in ein paar Shops. Die Montage der Bluemels Schutzbleche und das passende kürzen der vorderen Streben ist etwas fummelig. Zusätzlich habe ich noch die passenden Spoiler von SKS zu den Schutzblechen vorne und hinten montiert. Da ich ab und an einen Kinderfahrradanhänger ziehen muss, schadet das sicher nicht. Aufpassen an dem Gewinde an der Gabelbrücke, das ist etwas empflindlich. Da ich persönlich gut mit dem Standardsattel zurecht komme, habe ich nur eine gefederte Sattelstütze von Cane Creek "Thudbuster LT" verbaut. Ich bin auf die erste Tour mit dem neuen Gesamtpaket gespannt.

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  7. Hallo zusammen, ich habe mir jetzt auch den Umbau auf 29 er Straßenbereifung gegönnt. Die Reifen heißen jetzt Schwalbe Big Apple und sind nahezu identisch mit den SuperMoto's.LG Ronny

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  8. Hallo! Vielen Dank für diesen informativen Bericht. Eine Frage? Wenn ich mir das aktuelle Reaction Race bzw. Pro anschaue, so sehe ich kein Gewinde mehr an der Gabelbrücke. Kennt jemand eine gute Alternative um wirksame (!) Bleche an das Rad zu bekommen?

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  9. Weiter oben wurde nach passender Bereifung gefragt: Ich bin (bis zum Diebstahl ;( ... ) mein 29" Hybrid Reaction Race mit Schwalbe Marathon Supreme gefahren. 6500km durch die Stadt ohne einen einzigen Platten, Profil war noch genug übrig. Nach 5000 hatte ich den hinteren Mantel vorne drauf, denn der vordere hatte noch mehr Profil. Es wären locker nochmal 6500 gegangen. Oft die Scherben zu spät gesehen und voll durch...es gibt den Reifen als 28x2.00" ...Alle 29" MTB Reifen passen auf 28" Felgen , MTB Mäntel sind etwas größerer im Umfang und so wurde für sie die "neue Größe 29 Zoll" erfunden...ich glaub es waren zwischen 20-30mm pro Umdrehung, auf der Schwalbe HP steht von jedem Mantel der Umfang.
    Ich fahre sie mit 2,2bar und mein Fahrstil ist eher als "aggressiv" und sehr flott einzustufen, daher habe ich auch ein MTB für die Stadt gewählt(Und das neue Rad wird wieder ein MTB), einem Touring oder Trekkingrad möchte ich das nicht zumuten. Aber eigentlich wollte ich sagen, dass die 2.00" breite selbst bei > 40kmh und weniger als 2,5bar zu keinen einzigen Durchschlag geführt haben. Einzig die Optik ist anfangs gewöhnungsbedürftig, ab er liegt eher am komplett fehlenden Profil als an der breite.

    Aber sie passen wunderbar, rollen sehr sehr leise und schnell(mit 18er Ritzel vorne, 11er hinten konnte ich durchgehend 43-44kmh fahren ohne ins Schnaufen zu kommen, sie haben überragenden Pannenschutz und wiegen nur circa die Hälfte eines Super Moto X(27,5"). Listenpreis ist sehr teuer. ca. 110e/Paar, aber mit etwas Suchen findet man sie auch für ca 55e. Ich habe sie fürs neue Ebike erneut bestellt. 2016 wurde etwas am Mantel geändert. Ich hatte den 2015er

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  10. Ich habe einen 15-20mm breiten Streifen Alublech zurecht geschnitten. Den Streifen habe ich grob nach Augenmaß auf die Form der Gabelbrücke gebogen. Jedoch so dass er noch auf einer Seite offen ist, dort sollen die Bleche auch übereinander stehen. Zum Schutz der Gabel habe ich etwas isolierband dort rumgewickelt und dann die Bleche mi einer Zange zusammengedrückt, wieder leicht geöffnet und von der Gabel entfernt und noch eine Bohrung dort wo die Bleche überlappen gesetzt und den unnötigen Rest abgeschnitten. Das ganze sollte natürlich durch das Verschrauben(eine Mutter mit großer Beilagscheibe kommt unter das Schutzblech, am einfachstn das Rad rausnehmen sonst wird es eine ewige Fummelei) mit dem Schutzblech zusammengedrückt werden und fest sitzen. Ich glaube bei dem Schutzblech war ein Winkel dabei, den braucht man nun nicht mehr, wenn man die gebaute Schelle entsprechend ausrichtet. Ich habe (vor der Montage) die Schelle in ein Stück schwarzen Schrumpfschlauch gesteckt und erhitzt. Vorteile gegenüber lackieren: kann nicht verkratzen, dauert nur 2min, Metall muss vorher nicht geschliffen werden, danach keine Bearbeitsspuren vom Klopfen o.ä. sichbar. Mein Händler hat mich beim Service gefragt wo ich die Schelle bestellt habe :)

    Also kurz gesagt, ein Blech um den Steg biegen, Loch durchbohren, abschneiden und schutzblech mit schraube ans Blech schrauben. Es gibt auch im Baumarkt Schellen aus Metall mit schwarzem Gummi außenrum. Allerdings würde mich das optisch nicht ansprechen

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