Freitag, 1. August 2014

Eurobike 2014 - Alles dreht sich um das eBike. Teil 1

Wenn man den Fahrradhändlern Glauben schenken mag, so ist das eBike der Verkaufsschlager der Radbranche. Nachdem der traditionelle Fahrradmarkt noch bis vor wenigen Jahren zur Stagnation neigte ist nun, seit dem Pedelec & eBike Boom, Goldgräberstimmung ausgebrochen. Entsprechend der Nachfrage vom Endkunden, setzten auch die großen und kleinen Fahrradhersteller mittlerweile voll auf die eBike Produktion. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die kommende Eurobike mehr denn je vom ebike Boom geprägt sein wird. In diesem Artikel wollen wir euch eine Übersicht der interessantesten Neuheiten näher bringen.

Zunächst einmal nehmen wir die Antriebssystem Hersteller etwas genauer unter die Lupe. Der Mittelmotor hat sich Prinzip als die Standard Konzeption durchgesetzt. Ein tiefer Schwerpunkt und die direkte Kraftübertragung auf die Kurbelwelle zeichnen dieses Konzept aus.
Nachdem Bosch eBike Systems erstmals 2010 mit dem ersten potenten Mittelmotor den Markt quasi komplett umgekrempelt hat folgen nun weitere Hersteller mit ähnlicher Bauart.
Allen voran scheint Yamaha ein erfolgsversprechendes System auf dem europäischen Markt platzieren zu können. Daneben gesellen sich Shimano mit seinem STePS Mittelmotor sowie die deutsche Firma Brose.


Bosch eBike Systems
Nachdem bereits im vergangenen Jahr die Active- und Performance Line auf den Markt kamen, war für 2015 nicht davon auszugehen dass erneut ein neuer Motor kommen wird. Aber man hat sich im schwäbischen Reutlingen nicht auf den Lorbeeren ausgeruht, sonder die nun geschaffene Technologie weiter genutzt und das eBike in eine völlig neue Richtung weiter entwickelt. Zum einen wird mit dem "integrierten Schalten" die elektrisch geregelten Schaltungen von NuVinci, SRAM und Shimano in das Bosch System integriert. Zum anderen schafft man über den Nyon Boardcomputer eine moderne und integrierte Routing und Fitness Anwendung. Bemerkenswert mit welcher Weitsicht der Ganzheitliche Ansatz eines fortschrittlichen eBikes umgesetzt wird.


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Yamaha eBike Antrieb
Foto: Winora Staiger Gruppe
Den Yamaha Antrieb gibt es eigentlich schon seit 1993, hatte bis letztes Jahr seinen Verbreitungsschwerpunkt aber klar auf den asiatischen Markt definiert. Seit 2013 gibt es nun eine neue Version, welche wir bereits erstmals in einem Giant Full E+ antesten konnten. Herausragende Merkmale sind die geringe Geräuschkulisse sowie die Möglichkeit ein zweites Kettenblatt montieren zu können. In der Praxis fällt der Yamaha Motor auch durch einen überaus starken Anzug auf.
Mit Winora hat Yamaha einen erfahrenen Partner gefunden, zusammen möchte man das Antriebssystem auf dem europäischen Markt im größeren Stil fest platzieren.


Foto: Shimano
Shimano STePS
Auch bei Shimano verfügt man über das Know-How ein komplettes System, bestehend aus Motor, Steuerung und Akku auf den Markt zu bringen. Mit einem Gesamtgewicht von etwas über 6kg gehört das System zu den leichtesten auf dem Markt. Dabei hat der Akku, als Gepäckträger oder Unterrohr Version verfügbar, eine Kapazität von 418Wh (36Volt, 11,6Ah). Natürlich arbeitet der STePS auch mit Shimanos elektrisch angesteuerter Di2 Schaltung zusammen.
Soweit uns aktuell bekannt, findet dieser Antrieb seine Verwendung aber eher in konservativ ausgelegten eBikes wie Touren und Citybikes.


Foto: Brose
Brose
Der Weltmarktführer für Elektromotoren im Automobilbereich entwickelt schon seit einigen Jahren an einem Mittelmotor für Fahrräder. Auch hier bietet man nun ein komplettes System, bestehend aus den drei Komponenten Motor, Akku und Steuerung an. Durch die kompakte Bauform soll die Integration in bestehende klassische Rahmenarchitekturen ohne größeren Aufwand möglich sein. Auch der Akku kann in den Rahmen integriert werden und fällt so nicht als aufgesetztes Bauteil auf. Dadurch ergibt sich ein optisch aufgeräumtes Gesamtbild.


Sicherlich gibt es noch eine Reihe weiterer erwähnenswerter Antriebskonzepte. Aus unserer Sicht haben wir hier die interessantesten etwas näher beleuchtet. Weitere Details mit Eindrücken aus der Praxis folgen dann direkt von der Eurobike Ende August.


Im zweiten Teil zur Eurobike 2014 werden wir dann die Fahrradhersteller etwas genauer unter die Lupe nehmen. Dieser Artikel erscheint in den nächsten Tagen.



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