Freitag, 2. März 2012

Nachdem ich das Bike die Woche beim Händler "Sport - Tout - Terrain" in Freiburg abgeholt hatte war es heute bei dem traumhaften Frühlingswetter mit strahlendem Sonnenschein Zeit für eine erste Ausfahrt im vertrauten Gebiet zwischen Emmendingen und Freiamt.

Ergänz wurde das Bike lediglich durch die Satteltasche, Shimano 324er Clicker Pedale und den Garmin Oregon 350.


 Nachdem ersten kurzen Anstieg wurde schnell ein Foto vom neuen Bike gemacht.


Die Erfahrungen auf der ersten Ausfahrt:
Schon erstaunlich, wie vielseitig sich dieses Bike nutzen lässt.
Damit meine ich, dass man sich auf einem Pedelec wie diesem hier durchaus sportlich bewegen kann. Die weit verbreitete Meinung ist ja, dass solche Bikes hauptsächlich von Menschen mit körperlichen Einschränkungen gefahren werden. Aber dem kann, bzw. muss hier an dieser Stelle vehement widersprechen! Ich bin auf meiner Tour heute etwas über 20km gefahren und habe hierbei etwa 500hm zurückgelegt. Das ganze in etwa 2h und im Pulsbereich zwischen 120 und 160.
Als Unterstützung Stufe habe ich zu 95% - ECO1, also die kleinste Stufe mit 30%  gewählt. Die Batterie verlor auf der ganzen Strecke hierbei nur einen der fünf Ladebalken im Display. Die berechnete KM Anzeige variierte sehr stark, von Anfangs 100KM Reichweite auf später um die 30KM. Bei diesen 30KM blieb die Anzeige dann mehr oder weniger stehen. Das letzte Stück in der Ebene bin ich ohne Motor gefahren, da ich mich an der 25km/h bewegte und die Unterstützung hier kein Sinn macht.

Lediglich bei einem sehr steiles Stück vor dem Gasthaus "Stilzer Fritz" wurde ich dazu genötigt kurz in die Stufe SPEED3 zu wechseln. Früher bin ich dieses Stück immer hoch gelaufen. Ein weiteres mal, als ich SPEED3 wählen musste erfolgte nach der Befahrung eines Weges für grobe Waldfahrzeuge. Auf dem matschigen Mittelkamm zwischen den Spurrillen zog das Bike den Berg hinauf, dass alles zu spät ist. Unglaublich was da  da geht, hätte ich mit dem alten Bike auf keinen Fall gepackt!



Zum Bike:
Das Handling ist trotz des Gewichts von gut 20kg erstaunlich gut. Lediglich in engen Anlieger Kurven auf schnelles Singletrails muss man es schon deutlich reindrücken. Die Masse zieht bei Abfahrten das Bike schnell nach unten, die Bremsen (Magura MT4) beißen kräftig zu und lassen sich gezielt dosieren.
Auch die Reifen haben mich sehr überrascht - der Conti X-King ist ein wirklich guter Allroundreifen und bietet zumindest auf halbwegs trockenem Untergrund sehr guten Grip.
Das Fahrwerk funktioniert auch erstaunlich gut, voraus gesetzt man hat es sauber auf seine Bedürfnisse abgestimmt. Ich fahre die Gabel mit ca. 85psi und den Dämpfer mit ca. 170psi bei einem Körpergewicht von knapp 80kg. Lediglich bei Bergauf Passagen wippt der Dämpfer in offenem Zustand spürbar mit.
Geschlossen hingegen bleibt der Hinterbau ruhig.
Was etwas nervig war, war die Tatsache, dass sich der Sattel zwei mal vom Winkel her nach hinten verstellt hat. Dies äußerte sich durch lautes knacken, hierbei wurde die Verzahnung übersprungen.
Auch ein Ganganzeige zur optischen Orientierung vermisse ich, da vom alten Bike gewohnt.

Im Hintergrund zu sehen, die Hügellandschaft der bereits zurück gelegten Strecke. Das Bike hat auch schon etwas abbekommen und sein Fahrer ist mit der ersten Ausfahrt sehr zufrieden und auch ein wenig überrascht.


Erstes Fazit: Das MTB Pedelec macht Spaß, da es mir mehr Freiheiten unterwegs erlaubt. Damit meine ich zum Beispiel, dass es nun auch möglich ist locker mal neue Strecken und Wege auszuprobieren oder einen Singletrail zwei oder drei mal hintereinander zu fahren. Sportliches, also körplich Anspruchsvolles Fahren, ist je nach belieben auch möglich - dies hängt letztendlich von jedem selbst ab welche Unterstützung er wählt.


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